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Kennst du die schon? 7 spannende Bräuche zur Hochzeit

Zu einer Hochzeit gibt es zahlreiche Bräuche.

Manche betreffen das Brautpaar selbst, andere nehmen die das Paar umgebenden Menschen in den Blick, wieder andere drehen sich rund um den Ablauf. Wir erzählen dir heute, was es mit einigen dieser Gepflogenheiten auf sich hat.

Foto von Vino Li auf Unsplash

  1. Bräuche rund ums Auto

    Ein Autokorso fährt laut hupend durch die Straßen? Da kannst du dir fast sicher sein: hier hat jemand geheiratet! Bestätigt wird das häufig durch Satinschleifen an den Antennen oder Seitenspiegeln. Etwas seltener sieht man inzwischen die Dosen, die hinter dem Auto der Frischverheirateten hinterherklappern. Die Dosen, das Hupen, die Schleifen - alles soll dem Brautpaar Glück bringen und böse Geister vertreiben.
    (Apropos Hupen: streng genommen ist das in Deutschland nicht erlaubt und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. In aller Regel drücken die Ordnungshüter in diesem Fall aber ein Auge zu.)

  2. Das Brautpaar darf sich vor der Hochzeit nicht sehen

    Was heutzutage die Vorfreude und Romantik steigern soll, hatte ursprünglich einen weniger schönen Hintergrund. Zu Zeiten der arrangierten Ehen sollte der Bräutigam die Braut vor der Hochzeit möglichst nicht sehen - aus Sorge, dass die Bräutigamsfamilie die Hochzeit doch noch einmal absagt, weil die Braut nicht gefällt. Eine ähnliche Herkunft hat übrigens auch der Brautschleier, der zudem auch die - möglicherweise negativen - Emotionen der Braut verstecken sollte.

  3. Something old, something new, something borrowed, something blue, and a sixpence in her shoe…

    …soll die Braut laut einem englischen Volkslied zum Tag der Hochzeit tragen. Etwas Altes steht dabei für das Leben, das das Brautpaar hinter sich lässt, zudem symbolisierte es ursprünglich auch den Schutz des traditionell nach der Hochzeit zu erwartenden Babys. Etwas Neues für das gemeinsame Leben, das vor ihnen liegt. Etwas Geborgtes, im besten Fall von einer glücklich verheirateten Frau, verkörpert Freundschaft und Eheglück. Die Farbe blau versinnbildlicht die Treue. Die Münze im Schuh schließlich steht für den Wunsch nach Wohlstand und Sicherheit.

  4. Das Tragen über die Türschwelle

    Der Ehemann trägt seine frisch angetraute Braut über die Schwelle des gemeinsamen Heims - total romantisch, oder? Diese starke Geste soll die Braut schützen und Unglück verhindern, denn die Türschwelle ist schon seit der Antike als ein Ort bekannt, an dem böse Geister lauern können. Eine weitere Erklärung für den Brauch ist der Aberglaube, ein Stolpern der Braut beim Betreten des Hauses sei ein schlechtes Omen.

  5. Ganz in weiß…?

    Das weiße Brautkleid als Maß aller Dinge ist noch gar nicht so alt, wie du vielleicht denkst. Erst ab dem 19. Jahrhundert setzte sich weiß als Farbe der Unschuld für die Braut durch. Vorher war es üblich, die Braut besonders prächtig zu kleiden, um so den Wohlstand der Familie zu zeigen. In weniger vermögenden Familien trug die Braut ihr Sonntagskleid, wenn Geld keine Rolle spielte, wurde sie mit den feinsten Stoffen, satten Farben und besten Materialien ausgestattet.

  6. Blumenkinder

    Adrett gekleidete Kinder, die Blumen vor das Paar streuen sind fester Bestandteil vieler Hochzeiten. Die duftenden, oft farbenfrohen Blütenblätter sollen traditionell die Fruchtbarkeitsgöttin Freya anlocken.

  7. Brautjungfern und Trauzeuge

    Dass die Brautjungfern aufeinander abgestimmte Kleider oder das exakt Gleiche tragen, hat sich gehalten. Ursprünglich trugen die Brautjungfern sogar das Gleiche wie die Braut. Einerseits sollten so böse Geister verwirrt werden, andererseits versuchte man sich mit dieser Taktik vor Brautraub zu schützen. Traditionell war eine der Brautjungfern auch die Trauzeugin der Braut.
    Zudem war es bei arrangierten Hochzeiten auch Aufgabe des Trauzeugen des Bräutigams, diesem bei Brautraub durch die Familie der Braut oder bei einem Fluchtversuch der Braut selbst beizustehen.
     

Titelfoto von Beatriz Pérez Moya auf Unsplash